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Michael Moore - Volle Deckung, Mr. Bush
Michael Moore - Stupid White Men
| Michael
Moore - Volle Deckung, Mr. Bush (Dude, where's my country?)
(12,90 €, Piper, ISBN 3-492-04614-2) |
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Das aktuelle Buch von Michael Moore knüpft zeitlich dort
an, wo "Stupid White Men" aufhört, also nach dem 11.9.2001.
Es thematisiert die Anschläge an sich und das vorherige Versagen
der Geheimdienste, den Krieg in Afghanistan und vor allem
im Irak (im Zusammenhang damit vor allem die unzähligen gefälschten,
falsch datierten oder gänzlich ignorierten Geheimdienstberichte,
die den Krieg rechtfertigen sollten), den "Patriot Act", durch
den die Polizei und die Geheimdiensten ermöglicht wurde, eine
Art totalitärem Überwachungsstaat aufzubauen, die Steuergesetzgebung
der Regierung Bush, die natürlich nur den sowieso schon Reichen
nützt und natürlich wieder die Verstrickung der momentanen
Regierungsmannschaft mit Großkonzernen sowie der der Familie
Bush mit der Familie Bin Laden. Wieder gibt Michael Moore
am Ende des Buches noch Tips, wie man eine erneute Präsidentschaft
Bushs verhindern kann, z.B. indem er Argumente liefert, mit
denen man republikanische Bekannte/Verwandte davon überzeugt,
in Zukunft demokratisch zu wählen.
Insgesamt ist "Volle Deckung, Mr. Bush" wieder so unterhaltsam
geschrieben, dass es trotz der vielen Fakten Spaß macht zu
lesen (habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, was Gott
über George W. denkt? M.M. hat!). Aber: Für mich stand in
dem Buch nichts wirklich Neues (außer vielleicht der Sache
mit Gott :-)) und ich denke, das wird jedem so gehen, der
in den letzten 1 1/2 Jahren sich ein wenig über o.g. Themen
informiert hat (bzw. einfach regelmässig die Nachrichten geschaut
hat). Dieses Buch ist sicher eher für Amerikaner gedacht,
die ja bekanntermassen statt Nachrichten Bush- und Kriegswerbung
vorgesetzt bekommen und für die es schwieriger ist, an halbwegs
"unabhängige" Berichterstattung heranzukommen (oder die sich
die Mühe einfach nicht machen).
Fazit: Nettes Buch, das die Aussen- und Innenpolitik von
Moores Liebling George W. der letzten Zeit zusammenfasst und
teilweise recht witzig auf den Punkt bringt. Aber falls Du
die letzten Jahre nicht in Timbuktu oder im Vollrausch verbracht
hast, dürften Dir hier keine wirklich neuen Informationen
dargelegt werden.
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| Michael
Moore - Stupid White Men (12
€, Piper, ISBN: 3-492-04517-0) |
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Okay, die meisten werden dieses Buch kennen oder zumindest
den Titel schon mal gehört haben. Falls nicht: Michael Moore
ist der fette Ami, der den Film "Bowling for Columbine" gemacht,
dafür sogar 'nen Oscar gekriegt hat und dessen Dankesrede
dafür ziemlich schnell abgebrochen wurde, weil er den Präsidenten
beleidigt hat (böse, böse!). Aber hier geht's ja um das Buch,
schließlich heißt die Rubrik hier Bücher-Reviews (den Film
kann man sich natürlich auch ansehen, ist ebenfalls sehr gut).
Um die Themen mal kurz zu umreißen: Das Buch handelt
davon, wie scheiße Amerika im Allgemeinen und wie scheiße
Amerika unter Bush junior im Besonderen ist. Man erfährt,
wie der Wahlbetrug von George W. Bush funktioniert hat; einiges
über Verstrickung der Regierungsmitglieder mit Konzernen (vor
allem aus der Öl- und Pharmabranche) und wie dadurch die Gesetzgebung
beeinflusst wird; es geht um Bush's Ansichten in Bezug auf
Umweltschutz (dagegen), Abtreibung (dagegen), Gleichstellung
der Geschlechter (wer braucht denn so einen Quatsch?), Rechte
für Minderheiten wie Schwarze und Homosexuelle ("da kann man
ja gleich über Teufelsanbetung reden" - nein, das Zitat war
nicht von Bush) und wie diese seine Politik beeinflussen.
Moore beschreibt weiter den alltäglichen Rassismus in den
amerikanischen Medien und liefert dazu gleich Überlebenstipps
für Schwarze (z. B. "Wenn sie mit dem Auto fahren: Setzen
Sie eine aufblasbare, lebensgrosse, weiße Puppe auf den Beifahrersitz.
Die Bullen werden dann denken, Sie wären der Chauffeur, und
lassen Sie in Frieden"), er kritisiert das Bildungssystem
(ja, er meint auch, dass der Amerikaner an sich dumm wie Brot
ist) und stellt fest, dass die Demokraten eigentlich auch
nicht viel besser als die Republikaner sind.
Tja, und warum sollte man das Buch jetzt lesen? Ganz einfach,
weil es trotz des ernsthaften Themas extrem lustig geschrieben
ist. Naja, etwas platt ist es schon, Moore schreibt halt wie
ein "typischer Ami" und nicht wie ein Prof. der Politikwissenschaften;
aber wenn man eine wissenschaftliche Abhandlung über die "politische
Situation der Vereinigten Staaten von Amerika und deren Abhängigkeiten
von Interessen der freien Wirtschaft" lesen möchte, sollte
man sich ein anderes Buch kaufen.
Fazit: Sehr interessantes und informatives Buch, das so
witzig geschrieben ist, dass es wirklich Spass macht, es zu
lesen.
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